Impulsgeber der Region
Der Name ILO wurde im Jahr 1930 offiziell eingetragen. Firmengründer Heinrich Christiansen gefiel der Begriff, der, übersetzt aus dem Esperanto, Werkzeug heißt. Christiansen war mit vielen anderen seiner Zeit der Meinung, dass eine Weltsprache Esperanto Verständigung und Verständnis von Menschen und Nationen untereinander verbessern würde.
ILO Werke
Grundstein einer langen Erfolgsgeschichte
Das Herz der ILO-Motorenwerke wurde mit Öl und Benzin angetrieben: Von 1913 bis 1990 waren sie der größte Produzent von Zweitaktmotoren in Deutschland und trugen maßgeblich zum wirtschaftlichen Aufschwung der Region Pinneberg in den 1950er- und 1960er-Jahren bei. Fast alle bedeutenden deutschen Fahrzeughersteller verbauten die zuverlässigen ILO-Motoren. Zu den namhaften Kunden gehörten Marken wie UT, Hercules, Rixe, Bastert, Göricke, Bücker, Tornax, Maico, Dürkopp und Rabeneick.
Den Grundstein der Erfolgsgeschichte legte 1913 der Firmengründer Heinrich Christiansen, der das damals nur 412 Quadratmeter große Grundstück am Bahnhof Pinneberg erwarb und das Markenzeichen ILO beim Kaiserlichen Patentamt anmelden ließ. Erst 1930 wurde der Name ILO offiziell eingetragen Dem Firmengründer Heinrich Christiansen gefiel der Begriff, der – übersetzt aus dem Esperanto – „Werkzeug“ heißt. Mit vielen seiner Zeitgenossen war Christiansen der Meinung, dass eine Weltsprache wie Esperanto Verständigung und Verständnis von Menschen und Nationen untereinander verbessern würde.




Größter Arbeitgeber der Region
Das Unternehmen wuchs weiter. Im Jahr 1933 wurde das neue Verwaltungsgebäude, das von dem Hamburger Architekten Rudolf Lodders entworfen wurde und heute unter Denkmalschutz steht, bezogen. Zu dieser Zeit beschäftigten die ILO-Motorenwerke 150 Mitarbeiter. Bis 1955 wuchs die Belegschaft auf 1.500 Personen – allein in diesem Jahr verließen 184.000 Motoren die ILO Werkshallen.
Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde „ILO“ zu einem Symbol für den Wiederaufbau und die Wirtschaftswunderjahre. Mit Innovationsgeist und der Fähigkeit, sich an neue Marktanforderungen anzupassen, etablierte sich das Unternehmen als verlässlicher Partner und Technologieführer: Der ILO Twin (M 2 x 125), ein Einbaumotor für die 250er-Klasse, setzte Maßstäbe in der Motorradbranche.
Lebendiges Erbe eines Traditionsbetriebs
Ein Eigentümerwechsel Ende der 1950er-Jahre brachte dem Unternehmen noch einmal Absatz- und Produktionsrekorde. Neben Armaturen und Ventilen stieg das Unternehmen ab 1960 auch in die Produktion von Schneeschlittenmotoren ein, die besonders auf den amerikanischen und skandinavischen Märkten erfolgreich waren.
Mit der Zuversicht, weitere Geschäftsfelder erschließen zu können, feierten die ILO-Motorenwerke 1986 ihr 75-jähriges Firmenjubiläum. Doch der Verlust bedeutender Abnehmer führte schon im folgenden Jahr zu Umsatzeinbrüchen und Verlusten. Am 31. Dezember 1990 endet die fast 80-jährige Firmengeschichte, in der die ILO-Motorenwerke nicht nur zu einem führenden Unternehmen im Zweitaktmotorenbau aufstieg, sondern auch über viele Jahre hinweg der größte Arbeitgeber der Region war.
Doch das Erbe ist weiter lebendig: Noch heute zeugen einige Gebäude und Straßennamen in Pinneberg von der Bedeutung des Unternehmens. Besonders das denkmalgeschützte Verwaltungsgebäude erinnert an die Zeit, in der das Unternehmen das wirtschaftliche und gesellschaftliche Leben der Region prägte.